Meditation gegen Einsamkeit
Lass uns unser Gespräch über Einsamkeit fortsetzen.
Im ersten Beitrag dieser Reihe habe ich mit dir geteilt, warum Einsamkeit eines der größten Probleme ist, vor denen die Gesellschaft steht, wie es der U.S. Surgeon General Vivek Murthy beschreibt. Im zweiten Beitrag haben wir vier verschiedene Wege besprochen, wie wir soziale Verbindungen mit unseren Mitmenschen fördern können. Und heute teile ich mit dir das Werkzeug, zu dem Vivek greift, wenn er einen dieser Momente hat, in denen er sich allein fühlt und spürt, wie die Verzweiflung sich anschleicht.
Vivek Murthys einfache Meditation
Es ist eine Art Meditation, also gehe ich sie mit dir durch, und vielleicht kannst du mitmachen, während ich dir die Worte von Vivek selbst vorlese. Sie ist sehr einfach. Sie dauert nur etwa 30 Sekunden.
Ich möchte, dass du an die Menschen denkst, die dich über die Jahre geliebt haben,
an die Menschen, die in schwierigen Zeiten für dich da waren,
die dich unterstützt haben, ohne dich zu verurteilen,
und die an deiner Seite standen, selbst wenn es schwer war.
Denk an die Menschen, die deine Momente größter Freude mit dir gefeiert haben,
die deinen Erfolg als ihren eigenen gesehen haben,
die so viel Freude und Erfüllung daraus gezogen haben, dich glücklich zu sehen.
Spüre, wie ihre Liebe durch dich hindurchfließt,
dich aufrichtet,
deine Stimmung aufhellt
und dein Herz füllt.
Und wisse, dass diese Liebe immer da ist,
auch wenn sie körperlich nicht bei dir sind,
weil du diese Liebe in deinem Herzen trägst.
Und wisse, dass du dieser Liebe würdig bist und immer würdig sein wirst.
Sie kam zu dir, weil du sie verdient hast.
Und jetzt öffne deine Augen.
Was du in dieser kurzen Meditation gespürt hast, ist die Kraft der Liebe.
Das ist die Kraft sozialer Verbindung.
Das ist unser Geburtsrecht.
Es ist, wofür wir gemacht sind, was wir erfahren sollen.
Die Kraft des Fokus
Wir alle, egal auf welchem Lebensweg wir sind, haben die Fähigkeit, das Licht auf die hellen Punkte zu richten, ob das Beziehungen sind, die Freude bringen, oder Bewegungen in unserer Gemeinschaft, die Verbindung wachsen lassen. Wohin wir unsere Aufmerksamkeit lenken und wofür wir unsere Kraft nutzen, um die Aufmerksamkeit anderer zu lenken, bestimmt letztlich, ob wir mehr Licht in der Welt schaffen oder mehr Dunkelheit.
Fazit: Eine Kerze kann einen ganzen dunklen Raum erhellen
Und das Gespräch mit Vivek endete mit einem kraftvollen Satz. Es sind Worte, die ihm eine seiner Mentorinnen im Medizinstudium vor Jahren sagte. Sie sagte: "In einer Welt voller Verzweiflung sind kleine Akte der Freundlichkeit radikale Akte des Widerstands, und sie sind die Kraft, die wir brauchen, um letztlich die Welt aufzubauen, die wir alle brauchen."